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Geschwollene Zunge als Zeichen einer Störung oder Krankheit

Wenn die Zunge plötzlich stark anschwillt und deutlich an Grösse und Volumen zunimmt, ist schnelles Handeln gefragt. Zu ihren gefährlichsten Ursachen zählt nämlich eine allergische Reaktion, die ohne sofortige ärztliche Hilfe lebensbedrohliche Ausmasse annehmen kann. Aber auch andere Erkrankungen wie kleine Verletzungen oder Entzündungen können für die unangenehme Schwellung im Mundbereich verantwortlich sein. Schmerzen, Zungenbrennen, Zungenbelag, aber auch ein Taubheitsgefühl geben Hinweise auf die Ursache der Schwellung. Hier erfährst du, welche Krankheiten hinter einer geschwollenen Zunge stecken können, wann sofortiges Handeln notwendig ist und welche Möglichkeiten es gibt, die Beschwerden zu lindern.

Welche Ursachen kann eine geschwollene Zunge haben?

Die Ursachen für eine geschwollene Zunge sind vielfältig. Allen gemein ist, dass die Grössenzunahme durch die Einlagerung von Flüssigkeit in deinem Gewebe entsteht. Diese Erkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen:

  1. Allergie: Kommen deine Mundschleimhaut und deine Zunge in Kontakt mit einem Allergen (etwa bestimmte Lebensmittel wie Nüsse), kann deine Zunge in kürzester Zeit massiv anschwellen. Für eine allergische Reaktion ist das Anschwellen der gesamten Zunge sehr typisch. Zudem kann sich die Schleimhaut im Mund- und Gaumenbereich entzünden, was Schmerzen verursacht. Schlimmstenfalls ist die Schwellung so gross, dass der Patient Atemnot bekommt.
  2. Verbrennung: Bei einer Verbrennung durch zu heisse Nahrung wird lokal ein Teil des Zungengewebes verletzt und schwillt an. Abhängig vom Verbrennungsgrad entstehen Rötungen oder eine Brandblase.
  3. Medikamente: Manche Medikamente können als seltene Nebenwirkung eine geschwollene Zunge verursachen. Auch allergische Reaktionen sind gegen Medikamente möglich. Am häufigsten ist dies bei Blutdrucksenkern und Antibiotika zu beobachten.
  4. Stress: Stress an sich führt nicht zu einer geschwollenen Zunge. Es kann aber sein, dass es sich für dich genau so anfühlt. Das subjektive Gefühl begründet sich durch die geringere Speichelbildung, wenn der Körper stark belastet ist.
  5. Vitaminmangel: Eine Unterversorgung mit den Vitaminen B3 und B12 kann zu einer Entzündung mit Zungenbrennen und Schwellung führen. Die Diagnose wird durch eine Blutentnahme gestellt und der Vitaminmangel durch eine Umstellung der Ernährung und Vitaminpräparate beseitigt.

Bei welchen Krankheiten kann als Symptom eine geschwollene Zunge auftreten?

Ist deine Gesundheit gestört, kann sich das an deiner Zunge bemerkbar machen. Meist handelt es sich um ein Symptom von vielen und dein Arzt führt eine ausführliche Untersuchung durch, um die richtige Diagnose zu stellen.

  1. Erkrankungen der Schilddrüse: Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse wird die Zunge im fortgeschrittenen Stadium trocken und schwillt an. Zumeist ist diese Erkrankung von weiteren Symptomen wie Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit und Gewichtszunahme begleitet.
  2. Erkrankungen der Leber: Bei Erkrankungen der Leber kann es zu den so genannten „Leberhautzeichen“ kommen, die dein Arzt rein optisch feststellen kann. Typisch ist eine „Lackzunge“, die glänzend und tief rot ist und oftmals auch mit einer Schwellung einhergeht. Die Veränderungen an der Zunge treten aber nicht isoliert auf, sondern in Begleitung mit weiteren typischen Hautveränderungen bei Erkrankungen der Leber.
  3. Infektionen: Unterschiedliche Keime können in das Gewebe der Zunge eindringen und dort Entzündungen verursachen.

Welche Begleitsymptome verursacht eine geschwollene Zunge?

Je nach den Ursachen hat der Betroffene neben der Schwellung meist noch mit weiteren Symptomen zu kämpfen. Dazu gehören:

  • Zungenbelag
  • Schmerzen
  • Taubheitsgefühl
  • Rötung
  • Blasenbildung
  • offene Wunden

Welche Behandlung wird eingesetzt?

Die Behandlung der Schwellung richtet sich nach dem auslösenden Faktor. Bei einer Verletzung hängt die Auswahl des Medikaments von der Grösse der Wunde ab. Bei kleinen Läsionen reicht Abwarten und Kühlen. Bei grossen, infizierten Wunden wird häufig ein Antibiotikum verordnet. Bei starken Schmerzen kommt zudem ein Schmerzmittel zum Einsatz. Bei einer Allergie werden Antihistaminika oder Kortison verordnet, damit die Schwellung abklingt. Sollte ein weisser Zungenbelag mit der Schwellung einhergehen, muss eine etwaige Pilzinfektion mit Antimykotika behandelt werden.

Wie lindere ich das lästige Zungenbrennen?

Ist die Zunge erstmal gerötet und gereizt, fängt sie häufig zum Brennen und Schmerzen an. Durch das Trinken von kaltem Wasser kannst du deiner Zunge Gutes tun. Zum einen werden Erreger auf der Oberfläche weggespült, zum anderen wird deine geschwollene Zunge gekühlt und die Schmerzen lassen nach. Kamillen- oder Salbeitees sind auch eine wertvolle Unterstützung, um das Zungenbrennen zu lindern, auf säurehaltige Früchtetees solltest du aber besser verzichten.

Helfen auch alternative Therapien wie Akupunktur?

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Zunge ein besonderes Augenmerk geschenkt. Bei der Zungendiagnose erkennt der Therapeut an Schwellungen und Rötungen Grunderkrankungen, die unter anderem mit Akupunktur behandelt werden können. Die Akupunkturnadeln werden an bestimmten Körperzonen angesetzt und sorgen für fliessende energetische Verbindungen zu den einzelnen Organen. Diese Behandlung ist frei von Nebenwirkungen und der Patient kann bei bestimmten Erkrankungen von der Akupunktur profitieren.

Welche Rolle spielt die Ernährung?

Vor allem bei Allergien solltest du das auslösende Allergen aus deinem Speiseplan nehmen. Scharfe und säurehaltige Lebensmittel solltest du absolut meiden, bis die Schwellung wieder abgeklungen ist. Eine vitaminreiche, gesunde Ernährung unterstützt deinen Körper zusätzlich in der Heilungsphase.

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