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Was ist Bioresonanz und was kann sie leisten?

Auch wenn Bioresonanz erst in den letzten Jahren global an Bedeutung und Bekanntheit gewonnen hat, gibt es das Verfahren schon seit etwa 1920. Die ursprünglich unter dem Namen Radionik bekannte Methode basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch eine Art Energiekörper besitzt, der ein bestimmtes Muster an Schwingungen aussendet. In der Bioresonanztherapie sollen solche Schwingungen erfasst und auf störende Frequenzen untersucht werden, die auf Erkrankungen schliessen lassen sollen. Durch eine Umwandlung der gestörten Frequenzen und Rückführung zum Patienten sollen schliesslich die Störfaktoren und damit idealerweise auch die Krankheiten behoben werden. Die Wirksamkeit der Bioresonanztherapie ist jedoch stark umstritten.

Was ist Bioresonanz in der Praxis?

Zunächst einmal ist ein Gerät erforderlich, das die Schwingungen messen und schliesslich umgewandelt wieder zuführen kann. Häufig findet die Therapie in zwei Stufen statt. In der ersten Phase hält der Patient Elektroden in einer oder in beiden Händen, während der Heilpraktiker oder Therapeut mit einem Messgerät an Händen und Füssen die Schwingungen misst. Um Reaktionen auf bestimmte Stoffe zu testen, werden dabei kleine Proben von Lebensmitteln, Arzneimitteln oder Umweltgiften in kleinen verschlossenen Glasfläschchen in das Gerät gestellt, woraufhin die Kontaktpunkte an Händen und Füssen ein bestimmtes Frequenzmuster aufweisen sollen. Bei der zweiten Stufe, der Ausleitung, hält der Patient beide Elektroden eine Zeit lang in den Händen, während das Gerät die störenden Frequenzen deaktivieren und damit eine Entgiftung anregen oder Beschwerden langfristig lindern soll. Eine Wirkung konnte jedoch bislang in Studien ebenso wenig nachgewiesen werden wie die genaue Funktionsweise

Welche Rolle spielen Schwingungen in der Bioresonanztherapie?

Elektromagnetische Schwingungen und das Energiefeld, das jeden Menschen umgeben soll, spielen eine zentrale Rolle bei der Bioresonanz. Bei Krankheiten, Unverträglichkeiten oder anderen Symptomen sollen die gestörten Frequenzen ermittelt werden und durch gegenteilige Frequenzen sozusagen gelöscht und damit die gesundheitliche Balance wieder hergestellt werden.

Kann man mit Bioresonanz Erkrankungen behandeln?

Die Einsatzbereiche der Bioresonanz sind breit gefächert und es finden sich zahlreiche Erkrankungen, die angeblich mit Hilfe dieser Therapieform behandelt werden könnten.

  • Asthma
  • Allergien
  • Migräne
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Schmerzen verschiedenster Art

gehören zu den Beschwerden, die von den Bioresonanz-Therapeuten und auch den Geräteherstellern als mögliche Behandlungsfelder aufgezählt werden. Allerdings fehlt diesen Versprechen die wissenschaftliche Grundlage, da bisher keine Wirkung auf den Organismus nachgewiesen werden konnte, die sich von einem Placebo-Effekt abhebt.

Eignet sich Bioresonanz zur Diagnose von Krankheiten?

Auch im Bereich der Diagnostik haben Studien bisher keinen Beweis erbringen können, dass Bioresonanztherapie präzise Diagnosen stellen und Krankheiten aufdecken kann. Eine Belastung durch Schwermetalle oder andere Ablagerungen in den Zellen sowie gestörte Schwingungen werden häufig in der Bioresonanztherapie diagnostiziert, jedoch geben die Geräte dafür keinen physikalischen Hinweis. Auch sind die Energiefelder und auch die so genannten Skalarwellen, über die die Schwingungen transportiert oder erfasst werden sollen, in der Physik nicht belegt. Die Bioresonanz konnte in Versuchen ausserdem bereits bekannte Erkrankungen nicht zuverlässig erkennen und nicht zwischen lebender oder toter Materie unterscheiden, was berechtigte Gründe für Zweifel an der Wirksamkeit liefert.

Wie steht die Medizin zur Bioresonanz?

Im Unterschied zu Heilpflanzen und anderen Naturheilverfahren ist die Bioresonanztherapie in der klassischen Medizin nicht anerkannt. Ein Grund dafür ist die fehlende Erklärung, mit welchen exakten Messverfahren und Wirkmechanismen die BRT funktionieren soll. Ein anderer Grund ist die Studienlage, die der Bioresonanz keine Wirkung über den Placebo-Effekt hinaus nachweisen kann. Ein möglicher Effekt, der Verfahren wie die Bioresonanztherapie so beliebt macht, könnte in der Zuwendung und dem höheren Zeitaufwand des Therapeuten liegen. Während die klassischen Sprechstunden beim Arzt häufig kurz und knapp ablaufen, bleibt bei vielen Heilpraktikern mehr Zeit und Raum für ausführliche Gespräche und eine ganzheitlichere Betrachtung des Patienten. Und auch wenn eine Sitzung mit Bioresonanztherapie zwar keinen belegbaren physikalischen Effekt besitzt, kann diese Zuwendung und Zeit sich positiv auf die Entwicklung eigener Heilkräfte auswirken.

Was ist Bioresonanz im Unterschied zu Biofeedback?

Im Unterschied zur Bioresonanz ist die Methode des Biofeedbacks wissenschaftlich ausführlicher erforscht und bezieht sich auf die Messung vieler verschiedener Impulse, die der Körper aussendet. Bei der Bioresonanz stehen Schwingungen im Vordergrund, die aufgefangen und in veränderter Form zurückgesendet werden sollen. Dieser Prozess läuft ohne das bewusste Eingreifen des Patienten statt. Beim Biofeedback werden hingegen verschiedene körperliche Parameter erfasst, die sonst mit dem Bewusstsein kaum oder gar nicht wahrgenommen werden können. Zu diesen gemessenen Werten gehören zum Beispiel:

  • Puls
  • Blutdruck
  • Hautwiderstand
  • Gehirnströme
  • Atemmuster

Durch die Messung sollen solche Signale des Körpers sichtbar oder hörbar gemacht werden, um den Patienten daraufhin zu schulen, die Parameter selbstständig und aktiv zum Positiven zu beeinflussen. Im Unterschied zur Bioresonanztherapie sind die Messungen im Biofeedback physikalisch erklär- und belegbar und lassen sich in repräsentativen, empirischen Studien in ihrer Wirksamkeit belegen.

Tragen Krankenkassen die Kosten für Bioresonanztherapie?

Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten der Bioresonanztherapie nicht, da die Wirksamkeit nicht medizinisch belegt ist. Jedoch gibt es in der Schweiz manche Kassen, die über eine private Zusatzversicherung die Kostenübernahme ermöglichen.

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