Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Bachblüten Ausbildung: die heilende Kraft von Blüten und Quellwasser nutzen

Die Heilkraft der Natur schätzen viele als Ergänzung zur klassischen Schulmedizin. Auch die Bachblütentherapie, die in den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt wurde, überzeugt Naturfreunde und Heilungssuchende mit ihren Blütenessenzen und energetisiertem Quellwasser. Therapeuten und Berater unterstützen ihre Klienten vielfältig beim Heilungsprozess und tragen so zu einem ganzheitlichen Blick auf die Gesundheit im Allgemeinen und bestimmte Krankheitsbilder im Besonderen bei. Doch wie wird man Therapeut für das alternative Heilverfahren? Was genau verbirgt sich hinter der Bachblüten Therapie, was lernst du in Seminaren und welche Abschlüsse sind möglich? Wir haben uns die häufigsten Fragen zur Bachblüten Ausbildung genauer angeschaut.

Was ist Bachblütentherapie?

Die Heilpflanzenkunde oder Phytotherapie gibt es schon seit Jahrhunderten. Eine besondere Verbindung zwischen Pflanzen und der menschlichen Seele zeigt die Bachblütentherapie auf: Dr. Edward Bach entwickelte im 20. Jahrhundert die alternative Heilmethode, die auf Essenzen aus Blüten setzt. Der britische Arzt ging davon aus, dass jedes menschliche Leiden und jede Krankheit auf ein seelisches Ungleichgewicht zurückzuführen sei. Ein Konflikt zwischen der Persönlichkeit und ihrer unsterblichen Seele störe die Harmonie – und löse damit Krankheitssymptome aus. Er definierte insgesamt 38 disharmonische Seelenzustände, die das Gleichgewicht stören können. Diesen ordnete er bestimmte Pflanzenteile zu, deren Wirkung den unausgeglichenen Zustand harmonisieren kann. Die energetischen Schwingungen bestimmter Pflanzen, so die Theorie, korrespondieren mit bestimmten Seelenzuständen und harmonisieren verzerrte Energieschwingungen. Auf diese Weise soll der harmonische, ausbalancierte Grundzustand wiederhergestellt und so dem Menschen der Weg zu seiner Heilung eröffnet werden.

Wem hilft die Bachblütentherapie?

Genau wie in der Homöopathie, setzen Bachblütenberater auf eine ganzheitliche Sichtweise und richten den Blick auf die individuellen Gegebenheiten. Die 38 Blütenessenzen nach Bach werden nicht direkt als „Medizin zur Symptombekämpfung“ angewandt. Vielmehr schafft der Ansatz ein Bewusstsein für die Zustände der Seele, für negative und ungünstige Situationen und unterstützt die Anwender dabei, zu einem ausbalancierten Zustand zurückzufinden. Deshalb kommen die verschiedenen Essenzen in Abhängigkeit von Ausgangssituation und persönlichen Gegebenheiten unterschiedlich zum Einsatz. Negative Stimmungen und Schwingungen sollen nicht unterdrückt, sondern mit sanfter Unterstützung hin zum Positiven verändert werden. Inneres Gleichgewicht und Harmonie stärken nicht nur die Seele, sondern auch das Immunsystem und damit die Abwehrkräfte gegen ungünstige Faktoren wie Stress, Belastung oder auch gesundheitliche Herausforderungen. Wichtig: In keinem Fall ersetzt die Bachblütentherapie eine medizinische Behandlung. Berater bieten Unterstützung für Menschen aller Altersklassen, für Kinder ebenso wie für Tiere an. Auch für Selbstanwender ist das Konzept geeignet: Hier gibt es spezielle Seminare für Einsteiger, oft als Online-Kurs angeboten, die die richtige Auswahl der Essenzen und ihre Anwendung erklären.

Welche Ausbildungen für Bachblütentherapeuten gibt es?

Kurse und Seminare zum Thema „Bachblütenberater werden“ gibt es in grosser Vielfalt. Von Angeboten für Einsteiger, die sich erste Kenntnisse aneignen wollen, bis hin zu weiterbildenden Massnahmen für Heilpraktiker und Fachausbildungen für angehende Bachblütenberater ist alles dabei. Seminare für Einsteiger legen die Grundlage: Sie vermitteln das Wissen über die Grundlagen der Philosophie, stellen die Wirkweisen vor und machen mit den unterschiedlichen Blütenessenzen vertraut. Im englischen Dorf Brightwell-cum-Sotwell in Oxfordshire, wo der Begründer in seinen letzten Lebensjahren forschte und lebte, ist heute das Bach-Center ansässig. Es richtet nicht nur Seminare und Kurse aus, sondern vergibt auch Anerkennungen für Trainingsangebote anderer Anbieter. Wer eine solche Ausbildung abschliesst, darf sich anschliessend Bach Foundation Registered Practitioner (BFRP) nennen. In der Schweiz bietet der Verband für Blütentherapie Schweiz eine Plattform für Blütentherapeuten, die Angebote für die Behandlung von Menschen und Tieren machen. Schulen für Heilpraktiker und Komplementärmedizin offerieren zahlreiche Kurse, die Kenntnisse auf unterschiedlichen Niveaus vermitteln.

Seminare für angehende Therapeuten: Welche Themen werden unterrichtet?

Von den Grundlagen der Blütenessenzen, ihrer Herstellung und Zusammensetzung bis hin zur konkreten Anwendung und der Beratung von Klienten lernen angehende Therapeuten in den Kursen alle Bereiche kennen. Übungen trainieren die Beratungsgespräche, vermitteln die Erhöhung der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Theoretische und praktische Elemente gehören zur Ausbildung, Frage- und Interviewtechniken fürs Klientengespräch kommen ebenso dazu wie das Erlernen von achtsamem Verstehen und aktivem Zuhören. Manche Anbieter verbinden die Schulungen mit Erkenntnissen aus anderen Disziplinen, etwa mit der Akupunktur und der Homöopathie. Innere und äussere Anwendungen, die Anwendung in der Tierheilkunde oder der Einfluss von Ernährung werden ebenso thematisiert. Auch die Grenzen der Therapieform sowie eigene Erfahrungen sind Bestandteil vieler Kursangebote.

Gibt es Onlinekurse für die Ausbildung?

Viele Institute bieten ihre Ausbildungen, Seminare und Kurse auch als Online-Version an. Ob als Hilfe zur Selbsthilfe oder im Rahmen der Ausbildung zum Bachblüten-Trainer oder -Berater: Gerade die theoretischen Aspekte werden heute als Online-Kurse angeboten. Für den praktischen Teil mancher Ausbildungen gibt es mehrstündige Veranstaltungen, mitunter werden auch Wochenendseminare organisiert. Je nach eigener Situation, nach möglichem Zeitaufwand und dem angestrebten Abschluss, gibt es zahlreiche Varianten, wie du deinen Wunsch nach einer Bachblütentherapie Ausbildung verwirklichen kannst.

Welche Prüfung steht am Ende der Bachblütentherapie Ausbildung?

Da die Bachblütentherapie zur Komplementärmedizin gehört und keinesfalls eine medizinische Ausbildung ist, gibt es eine Reihe von Trainings- und Beratungsausbildungen. Am Ende vieler Seminare stehen Prüfungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, für die Zertifikate vergeben werden. Therapeuten, die eine Krankenkassenanerkennung für ihre Patienten anstreben, also die Möglichkeit, dass Klienten die Behandlung über eine Zusatzkrankenversicherung abrechnen können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Welche Kurse und Prüfungen für diese Anerkennung abzulegen sind, erfährst du beispielsweise bei der Stiftung ASCA, die über akkreditierte Ausbildungsstätten und -Lehrgänge informiert.

Wer kann Bachblütenberater werden?

Einsteigerseminare und Basiskurse richten sich zumeist an Privatpersonen genauso wie an medizinisches oder therapeutisches Fachpersonal insgesamt. Für Heilpraktiker und andere in der Komplementärmedizin Tätige gibt es Fachausbildungen, die auf bereits vorhandenem Wissen, etwa zur Anamnese und Gesprächsführung, aufbauen. Ob und welche Zugangsvoraussetzungen für deine ausgewählte Ausbildung bestehen, erfährst du beim jeweiligen Anbieter. Fortgesetzte Ausbildungen führen bis hin zum Diplom als Bachblütentherapeut/-in. Wer eine Eintragung im EMR-Register der Krankenkassen anstrebt, muss vorher eine der folgenden Ausbildungen absolviert haben:

  • eine medizinische Ausbildung
  • ein eidgenössisches Diplom als Heilpraktiker/in oder Komplementärtherapeut/in
  • anerkannte Ausbildung in Ayurveda
  • anthroposophischer Medizin
  • tibetischer Medizin
  • Osteopathie