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Laserakupunktur – moderne Variante der traditionellen Heilmethode

Die klassische Akupunktur aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, auch als TCM abgekürzt, hat sich im Laufe der letzten 2.500 Jahre auf der ganzen Welt etabliert. Heutzutage finden sich immer häufiger Weiterentwicklungen der herkömmlichen Nadeltherapie, zu denen auch die Laserakupunktur gehört. Durch präzise Laserstrahlen ermöglicht dieses Verfahren eine genaue Stimulation der Akupunkturpunkte. Diese Behandlung der chinesischen Heilkunst kombiniert die Wirkungsweisen der Akupunktur und der Photobiomodulation und entwickelt so eine einzigartige Therapiemethode.

Wie funktioniert Akupunktur?

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) basiert auf der Lehre von Yin und Yang. Demzufolge fliesse durch den Körper des Menschen eine Energie, die Lebensenergie Qi. Treten bei Patienten Schmerzen oder Beschwerden auf, liegt das an einem Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang oder einem gestörten Energiestrom. Auf den Meridianen, den Leitbahnen des Qi, befinden sich rund 400 Akupunkturpunkte. Im Körper existieren zwölf paarige Hauptmeridiane sowie acht Extrameridiane und weitere Punkte. Die Akupunktur nutzt in der Regel feine Nadeln, die in die Haut gestochen werden, um bestimmte Akupunkturpunkte gezielt zu stimulieren. Der erhoffte Effekt besteht darin, den gestörten Energiestrom wiederherzustellen.

Wie funktioniert Lasermedizin?

Bei der Laserakupunktur werden, ebenso wie bei der klassischen Akupunktur, spezielle Bereiche auf der Haut stimuliert. Diese Reizung führt zu einer Veränderung der Zellstruktur. Das Prinzip der Laserakupunktur besteht darin, die Zellen, auf die der Laserstrahl gerichtet wird, absterben zu lassen. Die chinesische Heilkunde geht davon aus, dass der Zelluntergang im Körper bestimmte Signale auslöst. Diese werden über die Energieleitbahnen, die Meridiane, weitergegeben und führen so zu einer Linderung der Beschwerden. Darüber hinaus unterstützt die Lasermedizin die Heilung von Erkrankungen durch die Anregung von Durchblutung und Stoffwechsel. Vertreter der Traditionellen Chinesischen Medizin diskutieren einen entzündungshemmenden Effekt sowie den therapeutischen Wert der Förderung der Wundheilung. Im Gegensatz zu anderen, invasiveren Verfahren ist die Anwendung eines Laserstrahls auf die Haut sehr präzise und gewebeschonend. Die Akupunkturstrahlen, die alle dieselbe Wellenlänge besitzen, werden als optimale Methode zur Ausbalancierung unausgeglichener Körperzustände angesehen. Welche Wellenlänge zur Behandlung eingesetzt wird, hängt vom jeweiligen Meridian, auf dem sich der Akupunkturpunkt befindet, ab. Jeder Meridian besitzt seine eigene Laserwellenlänge. Das Eindringen des Laserstrahls in die Haut bewirkt einen Erregungsstoss, der die betreffende Umgebung auf ein höheres energetisches Niveau bringt. Dieser positive Effekt soll vom Gewebe an die umliegenden Areale weitergeben werden und diese so positiv beeinflussen.

Wann kommt die Laserakupunktur zum Einsatz?

Die Laserakupunktur lässt sich bei einer Vielzahl von Erkrankungen einsetzen. Sowohl bei Allergien als auch bei Hauterkrankungen, Schlaflosigkeit oder Gelenk- und Rückenschmerzen kann die Therapie einen Heileffekt erzielen.

  • Cephalgie (Kopfschmerzen) und Migräne – In allen Schichten der Bevölkerung vertreten, behandelt die Laserakupunktur diese Symptome durch eine Stimulation des Schädelknochens. Dabei wirkt der Laser auf die Knochenhaut und lindert so die Beschwerden.
  • Atopisches Ekzem (Neurodermitis) – Der Laserstrahl kann den Wundheilungseffekt anregen und den Juckreiz lindern.
  • Asthma bronchiale – Patienten, die unter Asthma leiden, können zwar durch die Lasertherapie nicht geheilt werden, jedoch beugt die Nutzung eines Lasers dem Risiko eines Pneumothoraxes vor.
  • Wundbehandlung – Durch den beschriebenen wundheilenden und entzündungshemmenden Effekt erfolgt der Wundverschluss schneller.
  • Arthralgie (Gelenkschmerzen) – Hier macht sich die Lasermedizin sowohl einen entzündungshemmenden als auch einen schmerzlindernden Effekt zunutze. Die Laser werden vornehmlich auf die schmerzenden Areale gerichtet.

Auch Raucher können von der besonderen Strahlentherapie profitieren: Die Laserakupunktur hilft bei der Entwöhnung und wirkt dabei schmerzfrei und verursacht keine Schäden auf der Haut.

Welche Vorteile bietet die Lasertherapie und treten Schmerzen auf?

  • Die Laserakupunktur ist ein Verfahren, das im Gegensatz zur klassischen Nadeltherapie ohne Stichreiz auskommt. Einige Patienten, insbesondere Kinder, aber auch Tiere, stehen den Akupunkturnadeln ängstlich gegenüber. Der Einsatz von Laserlicht beugt diesen Ängsten vor und verhindert Schmerzen während der Behandlung.
  • Die Lasertherapie bietet eine Alternative für Patienten mit Nadelphobie. Ohne die Laserakupunktur gäbe es nur eingeschränkte Möglichkeiten, sich nach den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin behandeln zu lassen.
  • Mithilfe des Lasers können durch Nadeln schwierig erreichbare Regionen stimuliert werden. Die Ohrakupunktur verläuft für den Patienten in der Regel eher schmerzhaft, was bei der Lasermedizin nicht der Fall ist. Die therapierelevanten Punkte an der Ohrmuschel sind des Weiteren präziser und problemloser erreichbar.
  • Der Akupunkturlaser lässt sich gut mit weiteren Verfahren der Komplementärmedizin vereinen. Der Effekt der Low-Level-Lasertherapie kann durch bestimmte Therapien unterstützt und intensiviert werden.

Wie läuft die Behandlung ab?

Der Akupunkteur führt eine Anamnese, eine Patientenbefragung, durch und erhält dadurch wichtige Erkenntnisse über Vorgeschichte, Symptome und Häufigkeit der Beschwerden. Anschliessend beraten sich der Patient und der Heilpraktiker über eine mögliche Therapie. Während der Behandlung tragen beide Schutzbrillen zum Minimieren der Risiken und Schutz der Augen: Einer möglichen Netzhautschädigung wird so vorgebeugt. Der Akupunkteur entscheidet, welche Bestrahlungspunkte für die Lasermedizin empfehlenswert sind. Meist werden für eine Behandlung mehrere Punkte gewählt, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Durchschnittlich verbringt der Patient zwischen 20 bis 40 Minuten in einer therapeutischen Sitzung. Der Laser entspricht in etwa der Grösse eines Stifts. Das natürliche Licht wird mit Hilfe mehrerer Linsen gebündelt und kann präzise auf einen bestimmten Punkt gelenkt werden. Den Punkt, auf den das Licht fällt, bezeichnet man auch als Brennpunkt. 15 bis 60 Sekunden richtet der Akupunkteur den Lichtstrahl auf den zu behandelnden Akupunkturpunkt. Meist sind auch bei der Laserakupunktur mehrere Behandlungssitzungen notwendig. Die Laserakupunktur wird in speziellen Praxen von Ärzten, Zahnärzten sowie Angehörigen nicht-ärztlicher Berufsgruppen, beispielsweise Heilpraktikern, durchgeführt. Um die Behandlung durchführen zu dürfen, ist eine spezielle Ausbildung erforderlich.

Ist der Laserstrahl gefährlich?

Im Gegensatz zum schädlichen Sonnenlicht, dem UV-Licht, sowie Röntgenstrahlen sind die Laserstrahlen der Laserakupunktur weniger aggressiv. Die Strahlen dringen in weniger tiefe Hautschichten ein und können somit weniger Schaden anrichten. Maximal fünf Millimeter weit dringt der Strahl in die Haut ein und verhindert somit eine Beschädigung tieferen Hautgewebes.

Wirkt Nadel- oder Laserakupunktur besser?

Wissenschaftliche Studien bewiesen, dass das Therapieverfahren der Laserstrahlen genauso wirksam wie Akupunkturnadeln ist. Die Laserakupunktur bringt darüber hinaus jedoch den Vorteil einer heilenden Wirkung auf Gewebe und bei Entzündungen mit sich. Des Weiteren ist eine flächige Anwendung der Laserbestrahlung möglich. Die beiden Formen der Akupunktur sind aber sehr gut miteinander kombinierbar und eignen sich hervorragend, um Krankheiten ganzheitlich zu bekämpfen. Diese Art der Behandlung wird Lasernadelakupunktur genannt.

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