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Heilfasten: Wirkung, Durchführung und Tipps zum Durchhalten

Heilfasten: Wirkung, Durchführung und Tipps zum Durchhalten

Keine feste Nahrung, etwas Brühe und viel Wasser: Das Heilfasten nach Otto Buchinger ist heute die wohl bekannteste Form des Fastens. Der Arzt und Begründer des Heilfastens verwendete oft das Wort Entschlackung, um die Therapie zu beschreiben – ein Begriff, der sich in vielen Naturheilverfahren etabliert hat. Erfahre hier, wie eine Heilfastenkur funktioniert und welche Vorteile dir eine Entschlackung bringt. Auch dabei: Tipps, um die Fastenkur bis zum Ende durchzuhalten.

Was ist Heilfasten?

Der Arzt Otto Buchinger gilt als Begründer des Heilfastens. Die Fastentherapie soll die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und auf diese Weise dazu beitragen, bestehende Erkrankungen und Beschwerden zu bekämpfen, den Körper zu reinigen und Krankheiten vorzubeugen. Dabei spielt der Verzicht von fester Nahrung eine zentrale Rolle. Während die Fastentherapie früher als stationäre Behandlungsform galt, um vor allem chronische Zivilisationskrankheiten zu therapieren, führen viele Menschen das Heilfasten heute vorwiegend zu Hause oder in speziellen Gruppen durch. Wichtig: Obwohl die Pfunde zu Beginn einer Fastenkur purzeln, hält der Effekt nicht an. Heilfasten eignet sich deshalb nicht, um dauerhaft abzunehmen. Dafür sind eine langfristig angelegte Ernährungsumstellung und ein gesunder Lebensstil wichtig.

Wie funktioniert die Fastentherapie als Selbstheilung?

Beim Heilfasten verzichtest du auf feste Nahrung. Erlaubt sind Wasser, Säfte sowie Tees und Gemüsebrühen. Und so funktioniert das Fasten:

  1. Die Fastentherapie nach Buchinger beginnt mit dem sogenannten Entlastungstag. Du nimmst lediglich leichte und möglichst vegetarische Kost zu dir.
  2. Es folgt die Darmentleerung, um den Körper auf den Verzicht der Nahrung einzustimmen und eine Reinigung durchzuführen. Deinen Darm entleerst du mit Bitter- oder Glaubersalz.
  3. Jetzt beginnt das eigentliche Fasten: Du nimmst am ersten Fastentag lediglich Brühe, Wasser, Saft und Tee zu dir. Ergänzend eignet sich etwas Buttermilch, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Darmentleerungen führst du während des Nahrungsverzichts weiterhin durch.
  4. Nach den Fastentagen folgen nun die Aufbautage. Jetzt steigerst du stufenweise die Kalorien- und Nahrungszufuhr. Dafür beginnst du im besten Fall mit etwas Obst, zum Beispiel mit einem Apfel, und nimmst am Abend leichte Kost zu dir. Viele Fastende entscheiden sich, klassisch nach dem heutigen Buchinger-Fasten, für eine Kartoffelsuppe.

Ein Hinweis: Informiere deinen Arzt, bevor du mit der Fastenkur beginnst. Dieser führt eine körperliche Untersuchung durch. Beginne erst mit dem Fasten, wenn dein Arzt gesundheitliche Risiken ausschliesst und du eine positive Rückmeldung erhältst.

Welche Vorteile hat das Fasten für Körper, Gesundheit und Psyche?

Das Heilfasten bringt dir folgende Vorteile:

  • Der Verzicht auf Nahrung steigert oft das Bewusstsein für den eigenen Körper. So nimmst du beispielsweise bewusster wahr, wie du dich ernährst und wie der Verzicht bestimmter Lebensmittel sich auf Köper und Psyche auswirkt.
  • Das Heilfasten kann ein Einstieg in eine Ernährungsumstellung sein. Das hilft dir zum Beispiel dabei, gesund abzunehmen.
  • Da Fastenärzte empfehlen, sich während des Fastens von der Arbeit freistellen zu lassen. Nutze die Zeit, um dich zu entspannen.
  • Heilfasten gilt als Naturheilverfahren und stellt damit eine Ergänzung zur klassischen Schulmedizin dar. Das ist ein besonderer Vorteil für viele Menschen, die sich eine milde Therapie wünschen. Hinweis: Es gilt nicht als erwiesen, dass Heilfasten medikamentöse Therapien ersetzt.

Welche Nachteile hat der Verzicht auf Nahrung?

Beachte folgende Nachteile, wenn du Heilfasten betreiben möchtest:

  • Heilfasten eignet sich nicht für jeden Menschen. Vor allem gesundheitliche Gründe, wie etwa ein niedriger Blutdruck oder Diabetes, können dagegen sprechen. Auch Schwangere sollten auf das Fasten verzichten, um keine Schäden zu riskieren.
  • Viele Fastende klagen zu Beginn darüber, dass sie sich energielos fühlen. Der Grund ist simpel: Unser Stoffwechsel fährt zunächst herunter, um möglichst viel Energie zu sparen, wenn wir unserem Körper keine Energie mehr in Form von Nahrung zuführen.
  • Möglicherweise leidest du beim Fasten unter Mundgeruch. Ein Kohlenhydratmangel löst diesen häufig aus, wenn wir nicht essen.

Wie lange darf ich fasten?

Beim klassischen Heilfasten nimmst du – je nach deinem individuellen Gesundheitszustand – etwa fünf bis 35 Tage keine feste Nahrung zu dir. Wichtig ist, dass du es nicht übertreibst: Wer zu lange fastet, riskiert gesundheitliche Schäden. Darunter leidet dein Stoffwechsel und auch das Immunsystem bekommt nicht die Nährstoffe, die es braucht, um zu funktionieren. Der Effekt des Heilfastens tritt dann nicht ein.

Worauf sollte ich beim Heilfasten achten, um besser durchzuhalten?

Folgende Tipps zum Heilfasten unterstützen dich dabei, die Fastenkur erfolgreich durchzuhalten:

  • Nimm genügend Flüssigkeit zu dir. Wasser hält deinen Stoffwechsel auf Trab, Brühen und Säfte liefern dir Nährstoffe.
  • Ruhe dich aus. Die Fastenzeit nutzt du am besten bewusst dazu, um dein Stresslevel zu reduzieren und den Alltag zu entschleunigen.
  • Informiere dein Umfeld. Gute Freunde, Familie und Kollegen gehen so rücksichtsvoll mit deiner Situation um und motivieren dich, wenn du dich kraftlos fühlst.
  • Schlafe viel und nutze die freie Zeit, um dich an der frischen Luft zu bewegen.

Welche Nebenwirkungen können beim Heilfasten auftreten?

Rechne mit folgenden Nebenwirkungen durch das Heilfasten:

  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Kreislaufprobleme, Schwindel
  • Muskelkrämpfe
  • Hypoglykämie (enormer Abfall des Blutzuckerspiegels)
  • Schlafstörungen
  • Schwächeanfall
  • allgemeine Erschöpfung und Kraftlosigkeit

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